Diversität heute und damals

Einführungstafel

Die Debatte um die Diversität unserer Gesellschaft ist auch 75 Jahre nach der Gründung unseres Bundeslandes ein Thema, das aktueller denn je ist. In Artikel 3 der Niedersächsischen Verfassung heißt es:

 

,,Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

 

Der rechtliche Rahmen für die Gleichbehandlung aller Menschen ist heutzutage also geschaffen, doch wie sieht die Realität in unserer und in anderen Gesellschaften aus? Und wie war der Umgang mit Diversität in der Vergangenheit? Inwiefern unterscheiden sich rechtliche Vorgaben und die Umsetzung in der Gesellschaft?

Diesen und ähnlichen Fragen geht die Ausstellung auf sechs Infotafeln nach.

Sie wurde gemeinsam von Schüler*innen des 10. Jahrgangs der IGS Bovenden und dem Grenzlandmuseum Eichsfeld erstellt. Das Grenzlandmuseum Eichsfeld bot als Lernort für ALLE den Ausgangspunkt dieses Projektes. Als Lern- und Gedenkort widmet sich das Grenzlandmuseum Eichsfeld der Demokratiebildung.

 

Ausgehend von Diktaturerfahrung lernen die Schüler*innen dort beispielsweise, worin sich der Umgang mit Diversität in einer Diktatur und einer Demokratie unterscheidet. Die Erarbeitung der Inhalte sowie die Entwicklung der Ausstellung wurden didaktisch vom Pädgagog*innenteam des Grenzlandmuseum Eichsfeld begleitet.

Danke für Ihre Unterstützung!

Unsere Lehrer*innen: Franziska Bierwirth, Kathrin Ritzmann und Sascha Bocchino

Wir bedanken uns
bei den Mitwirkenden

Deutsches Theater (Bild, Video und Komposition)

Gabriele Michel-Frei, Lisa von Buren und Anton Braunschweig

Übersetzer*innen

Sascha Bocchino, Hassan Et Taib, Monika Franzmann,

Tugba Hantekin, Carmen Jakobs, Lotte Kirstein,

Angelika Ritzmann, Kathrin Ritzmann,

Zuzana Tamoschat, Selma Veris und Yüksel Yedek

Die Motivation der Klasse 10.3 des Schuljahrgangs 2021/2022, bei dem Projekt mitzumachen, wird anhand einer schriftlichen Unterhaltung zweier Schüler im ritualisierten Fünfminutenheft deutlich. Hier heißt es: „[Wir] haben darüber geredet, dass es unser letztes (Schul-)Jahr ist. Wir wollen nicht von den Lehrer*innen vergessen werden. Wir fi nden, dass diese Klasse die Schule bereichert hat. Jede Lehrkraft, die bei uns ist, will auch noch öfter kommen.
Wir wollen etwas als Zeichen setzen, dass wir da waren. Wir wollen nicht vergessen werden!“

 

Nach dem Projekt halten die Schüler*innen der 10.3 beispielsweise fest: ,,Ich möchte in einem Land leben, das demokratisch ist und Vielfalt akzeptiert.“
Außerdem fordern sie: ,,Die Menschen sollten respektvoll miteinander umgehen und jegliche Form von Diskriminierung lassen.“

Die Tafeln informieren zum Thema Diversität in der NS-Zeit (#002), in der alten Bundesrepublik (#003), in der DDR (#004), nach der Wiedervereinigung 1990 (#005) und heute (#006).

 

Sie geben einen Überblick über den Umgang mit Vielfalt in den verschiedenen Zeitabschnitten unseres Landes. Die Inhalte können auf jeder Seite in leichter Sprache, als Hörversion und in verschiedenen Fremd- bzw. Herkunftssprachen aufgerufen werden. Zusätzlich sind kreative Inhalte zu sehen und über einen Link können Quizfragen zum Thema beantwortet werden.