Diversität heute

Diversität heute

 

Migration gestern und heute (Jakob und Max)

1955 brauchte Deutschland viele Gastarbeiter

mit ihnen lief die Wirtschaft weiter

sie wurden hier nicht wirklich integriert

darüber waren sie traurig und frustriert

 

Heute sollten wir es besser machen

Flüchtende aufnehmen und mit uns leben lassen

in Deutschland geboren, eingewandert, geflüchtet oder … – egal

alle verdienen gleiche Chancen – voll normal

 

Einwanderung ist heute Wirklichkeit

offene Grenzen weit und breit

unsere Klasse ist vielfältig und bunt

jeder einzelne macht das Gesamtbild rund.

Diversität (Adam)

bunt

die Regenbogenfamilie

mit uns gemeinsam

ich halte zu dir

Vielfalt

#Vielfalt damals, heute und morgen (Adam)

Damals galt nur Liebe zwischen Mann und Frau,

ohne Unterschied wär das Leben aber grau,

Abweichungen waren nicht akzeptiert,

sie wurden früher als Fehler definiert.

 

Heute wissen die meisten Leute,

dass jeder so akzeptiert werden sollte,

wie er ist und wen er liebt,

schade, dass es trotzdem noch Ausgrenzung gibt.

 

Mein Traum ist das Leben in einer bunten Welt,

ich bin sicher, dass es dort allen gefällt.

weil jeder über sich selbst bestimmen kann,

kommt Vielfalt für alle als Bereicherung an.

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Vielfalt in der Gesellschaft

Laut einer Studie der Universität Bielefeld herrscht in Deutschland heute eine große Offenheit gegenüber Einwanderung. Eine Umfrage bestätigt, dass für die Mehrheit in Deutschland das Land vielfältiger und bunter sein soll. Um eine gelingende Integration zu ermöglichen, fördert die Bundesregierung Diversität in deutschen Behörden. Dies ist ein Baustein im Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus, welche es auch heutzutage im Alltag nach wie vor gibt. Mit diesem Ziel engagiert sich auch die IGS Bovenden im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. In Deutschland findet seit 2013 jährlich ein Diversity-Tag statt. Das Motto im Jahr 2021 lautete „Gemeinsam sind wir Vielfalt“. Solche Aktionen sind notwendig, wie man am Beispiel einer  Familie aus Münster sieht. Sie erleben mit ihrem aus Haiti adoptierten Jungen regelmäßig Formen der Diskriminierung aufgrund seiner Hautfarbe. Auch Antisemitismus gibt es nach wie vor. Der Rapper Ben Salomo berichtete im Oktober 2021 in der IGS Bovenden, dass er an anderen Schulen und im Internet antisemitische Hetze und Bedrohungen erlebt.  Wir alle müssen gemeinsam Vorurteile abbauen, damit die Menschen in Deutschland friedlich und respektvoll miteinander leben können!

 

Familienbild & Geschlechterrollen

Heutzutage ist das traditionelle Familienmodell von vielfältigen Modellen abgelöst worden. Immer mehr Familien bekommen ohne Trauschein ihre Kinder, es gibt Patchworkfamilien oder gleichgeschlechtliche Eltern. Auch die Geschlechterrollen sind im Wandel. Obwohl Frauen nach dem deutschen Grundgesetz schon lange gleichberechtigt sind, verdienen sie im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer. Zwar haben Frauen inzwischen in Hinblick auf die schulische und berufliche Qualifikation weitestgehend gleichgezogen, doch nur jeder zehnte Vorstandsposten der 160 größten deutschen Unternehmen ist mit einer Frau besetzt. Dazu kommt, dass Frauen im Rentenalter 53 Prozent weniger Geld als Männer bekommen. Ihre Erwerbstätigkeit ist Frauen wichtig, um wirtschaftlich unabhängig zu sein und sich selbst zu verwirklichen. In den letzten Jahrzehnten ist die Gleichstellung insgesamt also vorangeschritten, jedoch sind Männer und Frauen noch nicht vollständig gleichberechtigt.

 

 

Sexualität

Es gibt Länder wie beispielsweise Russland, in denen Homosexuelle aktuell verfolgt und verhaftet werden. Schwule müssen dort mit Angriffen auf der Straße rechnen, lesbische Frauen versucht man mit Vergewaltigungen und Ohrfeigen „umzuerziehen“. Öffentliche Proteste von Homosexuellen werden schnell von der Polizei aufgelöst. Auch in Deutschland sind heutzutage LGBTQI-Menschen (englische Abkürzung für lesbisch, schwul, bi, trans, queer, intersexuell) noch Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt ausgesetzt. Dagegen setzt die LGBTQI-Bewegung mit dem Christopher Street Day (CSD) jährlich in vielen Städten ein Zeichen für Vielfalt. Auch in Zukunft muss die Akzeptanz für LGBTQI gefördert werden.

Kunst und Kultur

In Artikel 3 des Grundgesetzes steht seit 1994: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Trotzdem sah das Leben vieler Menschen mit Beeinträchtigung weiterhin anders aus. Sie besuchten spezielle Schulen und nahmen nur selten am gesellschaftlichen Leben teil. Dies widersprach dem Grundsatz der Inklusion, dem Recht dazuzugehören. Seit 2006 ist dieses Recht in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben. In Deutschland gilt es seit 2009, Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen sollen die gleichen Chancen haben. Zum Beispiel können sie eine allgemeinbildende Schule wie die IGS Bovenden besuchen.