Treffpunkt Grenze „FLUCHT“

Treffpunkt Grenze „FLUCHT“

7.11.2022

In Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministeriums und dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport fand 2022 bereits zum fünften Mal der länderübergreifende Projekttag „Treffpunkt Grenze“ in der Bildungsstätte des Grenzlandmuseums statt.

Mit dem 9. November 1989 begannen die Öffnung der innerdeutschen Grenze und der Fall der Berliner Mauer. Die Massenfluchtbewegung des Jahres 1989 verdeutlichte den DDR-Machthabern, dass die Grundrechte, wie Meinungsfreiheit und Reisefreiheit, im Fokus der gewünschten Veränderungen standen. Bereits im Sommer 1989 hatten Hunderte von DDR-Bürgern die Botschaften der Bundesrepublik Deutschland in Prag, Budapest und Warschau besetzt und die Ausreise in die Bundesrepublik gefordert. Über Jahrzehnte war die innerdeutsche Grenze für die meisten DDR-Bürger unüberwindlich gewesen. Gescheiterte Fluchtversuche bezahlten Menschen mit hohen Haftstrafen und Verfolgung. Viele verhaftete Flüchtlinge kaufte die Bundesrepublik frei.

Während des diesjährigen Projekttages: „Treffpunkt Grenze 2022“ wird das Thema FLUCHT im Fokus unsere Gespräche und Workshops stehen. Die Schüler*innen werden sich mit diversen Fluchtschicksalen aus der DDR auseinandersetzen. Sie bekommen die Möglichkeit, in Workshops die Themen selbständig zu erkunden und für Zeitzeuge*innengespräche eigene Fragen vorzubereiten. Dabei geht es um die Vermittlung von historischen Zusammenhängen, um das Bewusstsein für aktuelle Ereignisse wie die Flucht aus Syrien oder aus der Ukraine zu schärfen. Im Podiumsgespräch werden wir mit Helmut Holter, dem Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport, mit Schüler*innenvertreter*innen aus Thüringen, Mitgliedern des Jugendparlamentes aus Göttingen und Geflüchteten über die aktuellen Fluchtbewegungen in Europa und über unseren Umgang damit diskutieren können.

Am Projekt nehmen die Staatliche Regelschule Niederorschel und Carl-Friedrich-Gauß-Schule Groß Schneen teil.

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