13 Okt. Jugend erinnert: Erste Projektwoche
Jugend erinnert: Erste Projektwoche
„Iron Curtain Memories“
Im Grenzlandmuseum Eichsfeld fand Ende September die erste Projektwoche des „Jugend erinnert“-Projektes „Iron Curtain Memories“ statt. Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Polen, Tschechien und Ungarn werden in diesem Projekt eine Wanderausstellung zum Leben mit dem Eisernen Vorhang in den verschiedenen Ländern entwickeln. Im Frühjahr 2028 wird die Ausstellung im Grenzlandmuseum eröffnet.

Den Auftakt machten Jugendliche der IGS Bovenden und des Gymnázium Dobruška im Rahmen ihres deutsch-tschechischen Austausches. Zunächst erkundeten sie sowohl das Museum als auch den Grenzlandweg mit seinen original erhaltenen Sperranlagen. In praxisorientierten Workshops lernten sie, worauf es bei der filmischen Umsetzung von Zeitzeugeninterviews ankommt – von der Kamera- und Tontechnik bis zur professionellen Interviewführung.


Das Erlernte konnte am zweiten Projekttag in Gesprächen mit Zeitzeugen angewendet werden: Die Schülerinnen und Schüler interviewten Edgar Pferner, der 1966 als 14-Jähriger mit seinem Vater aus der DDR geflohen war, und Ursula Apel, die in der DDR im Sperrgebiet nahe der innerdeutschen Grenze lebte. Ausschnitte aus diesen Zeitzeugeninterviews werden Teil der während des Projektes entstehenden Wanderausstellung sein.
Die Jugendlichen setzten sich zudem anhand der Ausstellung des Grenzlandmuseums und weiterer Texte und Quellen tiefergehend mit dem Leben in der DDR auseinander. Dabei entschieden sie, welche Exponate, Fotos und Zitate außerdem Bestandteil ihrer Wanderausstellung werden. Diese intensive Arbeit setzten die Teilnehmenden, angeleitet von der Projektkoordinatorin Anne-Dorothea Schmiesing, am Folgetag in der Schule fort.

Beim Gegenbesuch in Tschechien im September 2027 werden sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Leben in der damaligen Tschechoslowakei beschäftigen und für diesen Teil der Ausstellung recherchieren, auswählen und Zeitzeugeninterviews führen.
Gefördert wird das Projekt „Iron Curtain Memories“ durch das Bundesförderprogramm „Jugend erinnert“ (Förderlinie „Aufarbeitung des SED-Unrechts“) des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Koordiniert wird die Förderlinie dabei durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.


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