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Angesichts des schwankenden Wetters und der abendlichen Regenprognose wird auch die Filmvorführung am Samstag in die Bildungsstätte am Grenzlandmuseum verlegt.
Freitag, 28. August, 20:00 Uhr
Auf einer Leinwand am ehemaligen DDR-Beobachtungsturm wird ein Film gezeigt, der vor zwanzig Jahren zu großen Teilen direkt vor Ort auf dem Museumsgelände gedreht wurde:
“An die Grenze” erzählt die Geschichte des jungen Alexander Karow, der im Sommer 1974 seinen Militärdienst an der innerdeutschen Grenze beginnt. Dort erlebt der 19-Jährige den harten Alltag der Soldaten und die Brutalität des DDR-Grenzregimes kennen. Gleichzeitig lernt er Christine kennen, die im Sperrgebiet lebt, und entwickelt eine enge Beziehung zu ihr. Als ihr Bruder die DDR verlassen will, gerät Alexander in einen schweren Gewissenskonflikt. Er zweifelt immer mehr an den Regeln des Staates und muss eine folgenschwere Entscheidung treffen.
Der Film, der 2008 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde, besticht durch seine authentische Atmosphäre, die durch die Dreharbeiten an Originalschauplätzen und die Einbindung historischer O-Töne (zum Beispiel Musik und Ausschnitte der Fußball-WM 1974) verstärkt wird.
Die Vorführung wird ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Bavaria Media GmbH.
Samstag, 29. August, 20:00 Uhr
Am Samstag zeigen wir den Film “Die Reise mit Vater”. Die Tragikomödie spielt im Jahr 1968 und erzählt von zwei rumäniendeutschen Brüdern, die mit ihrem schwerkranken Vater in die DDR aufbrechen, um bessere medizinische Hilfe für ihn zu erhalten. Auf ihrer Reise erfahren sie zahlreichen Grenzsituationen und Kulturschocks, und machen Bekanntschaft mit der Aufbruchstimmung des Prager Frühlings.
Doch der sowjetische Einmarsch in die Tschechoslowakei verändert alles Pläne: Der Rückweg ist abgeschnitten und sie stranden unerwartet in Westdeutschland – und stehen vor der Entscheidung zwischen Ost und West.
Das Roadmovie fängt die politischen Umbrüche dieser bewegten Zeit ein und zeigt gleichzeitig die Konflikte innerhalb einer Familie, die zwischen Heimat, Verantwortung und dem Wunsch nach mehr Freiheit zerrissen ist.
Die Drehbuchautorin und Regisseurin des Films, Anca Lazarescu, wird ins Grenzlandmuseum kommen, um die sehr persönliche Entstehung des Films zu erläutern und die Fragen der Gäste zu beantworten.

28. + 29. August 2026
ab 20:00 Uhr
Beobachtungsturm am Grenzlandweg (Auf dem Pferdeberg, 37115 Duderstadt)

Bitte bringen Sie sich zur abendlichen Filmvorführung auf dem Pferdeberg warme Kleidung und Sitzgelegenheiten mit. Es stehen nur begrenzt Festzeltbänke zur Verfügung.
Parkmöglichkeiten bestehen am Restaurant “Schöne Aussichten” auf dem Pferdeberg, oder auf dem Parkplatz am Museumsgebäude. Von dort ist es jeweils ein Fußweg von 15 bis 30 Minuten zum Open-Air-Kino.
An beiden Abenden bietet ein Mitarbeiter des Grenzlandmuseums um 19:00 Uhr eine 60-minütige Führung entlang der ehemaligen Grenze zum Kinogelände an. Im Fall von schlechtem Wetter wird die Führung im Museum stattfinden. Treff ist vor dem Museumsgebäude.
