Vortrag mit Dr. Christian Booß "Täuschen und Vertuschen. Die Mauertoten und das MfS"

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Täuschen und Vertuschen - Mauertote und das MfS

Vortrag mit Dr. Christian Booß

Menschen, die die DDR verlassen wollten, galten für die SED-Staatsführung als Feinde. In verschiedenen Forschungen wird geschätzt, dass an der Berliner Mauer 138 Menschen beim Fluchtversuch starben, an der gesamten innerdeutschen Grenze könnten es 800 bis 1.000 Menschen gewesen sein. Dass es keine genauen Zahlen gibt, liegt auch an der Verschleierung durch die Staatssicherheit im Auftrag der SED-Führung.

Damit das Ansehen der DDR keinen großen Schaden nahm, ging es der Stasi darum, Todesfälle geheim zu halten. Gerade aus der Zeit Anfang der 1970er Jahre, als sich der SED-Staat um internationale Anerkennung bemühte, lassen sich einige dieser Vertuschungsmaßnahmen anhand von Dokumenten aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv belegen. Wie und in welchem Umfang der Tod von Menschen vertuscht wurde, mit welchen perfiden Methoden die Stasi nahe Verwandte über das Schicksal der Erschossenen täuschte und Angehörige einschüchterte und überwachte, beschreibt Dr. Christian Booß, Projektleiter beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU), anhand konkreter Fälle.

Der Vortrag findet in Kooperation mit der BStU, Erfurt statt.

Ort: Grenzlandmuseum Eichsfeld

Der Eintritt ist frei!

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